2025 - Karibik / Belize  (270 sm)

04. bis 16. Januar 2025


Vorbereitungen / Infos

... das übliche

  • gültiger Reisepass (> 6 Monate bei Einreise)
  • Visum nicht erforderlich
  • bei Flug mit Zwischenstopp in USA oder Kanada: ESTA erforderlich
  • Auslandskrankenversicherung (Nachweis erforderlich, am Besten spanischsprachig - liefert Versicherer auf Anfrage)

... Besonderheiten Belize

  • Bargeld: An Land gibte es Geldautomaten; auch US Dollar werden oftmals akzeptiert
  • Kreditkarten: werden akzeptiert 
  • Transfer Flughafen - Charterbasis in Placenca / drei Möglichkeiten

1) Inlandsflug: + bezahlbar, schnell / - Anschluss an internationalen Flug bei Verspätung

2) öffentliche Busse: + günstig / - zeitaufwändig

3) Kleinbus als shuttle buchen: + bezahlbar, + im Internet buchbar, + wartet bei verspätetem Flug, +Punkt zu Punkt / - dauert länger als Inlandsflug (dafür haben wir uns entschieden)

  • Einkaufen  --  auf den Inseln gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten; nur Placencia
  • Internet  --  relativ teuer, entweder internationale SimCard vorab besorgen oder vor Ort "normale" Sim
  • Angeln  --  Wir haben Angelzeug mitgenommen und waren ein paar mal erfolgreich.
  • privat oder öffentlich? - Einige Inseln sind privat. Trotzdem ist es möglich anzulanden und (freundlich!) zu fragen, ob man willkommen ist.

Anreise mit Zwischenstopp in Chicago

 

Unser Flug geht über Chicago. Bernd und ich kommen bereits mittags an, laufen gut 10 km bei -12 Grad durch Chicago und treffen uns abends mit Thomas B. auf Craft beer und Pizza im "Bungalow".

 

Die Fahrt zwischen Flughafn und Hotel liess sich nur mit einem Pick Up machen - endlich darf ich mal so eine pervers große Kiste fahren.


Ankunft in Placencia/Belize

Am nächsten morgen treffen wir uns (fast) alle in Chicago und starten Richtung Belize.

In Belize City erwartet uns unser Shuttle, um uns in 2 1/2 Stunden zur Marina zu bringen. Auf dem Weg stoppen wir kurz am Supermarkt und testen das lokale Bier.

Es ist 40 Grad wärmer in Belize als in Chikago.

 

 

Unsere Helia 44 erwartet uns mit einer Doppelkabine für jeden - was ein Luxus.

 

Abends gehen wir lecker essen und genießen den karibisch spektakulären Sonnenuntergang.


Törnverlauf

Vor Belize verläuft das zweitgrößte Riff der Welt. Unser Vercharterer informiert uns, dass wir nur auf der Innenseite segeln dürfen. Also müssen wir unsere Törnplanung anpassen. 

 


Tag 01  /  Placencia, Robert Grove Marina  --  Whippary Cay  (13 sm)

Nachts regnet es kräftig. Morgens findet die Bootsübergabe statt und gegen Mittag laufen wir aus.

Der Wind ist schwach, aber in den Regenpausen holen wir die Segel raus, um uns damit vertraut zu machen.

Frühnachmittags machen wir vor der kleinen Insel Whippary Cay fest und als gegen Abend die Sonne sich durch die Wolken kämpft gehen wir baden.

 

Abends kocht Bernd und wir testen den Coconut Rum - der fällt leider durch.

 


Tag 02  /  Whippary Cay  --  Pelican Cay  (20 sm)

 

 

Da unser Ankerlicht nicht funktioniert verabreden wir uns mit Joan von Dream Yacht Charter am Lost Reef Ressort. Nun ja - es funktionierte dann doch, als Joan es oben in der Mastspitze testet.

Dafür fällt der Autopilot aus und wir verabreden uns für den nächsten wieder am Lost Reef.

 

15.30 lichten wir den Anker und segeln zur Pelican Cay. Im Restaurant hätten wir uns vorher anmlden müssen - nicht schlimm, wir kochen an Bord.


Tag 03  /  Pelican Cay  --  Robert Grove Marina  (26 sm)

 

 

Morgens sind wir wieder mit Joan von DYC verabredet. Ankerlicht und Autopilot funktionieren wieder, aber der Kühlschrank ist ausgefallen - das muss behoben werden.

 

Dazu müssen wir dann aber doch zurück in die Marina, um einen anderen Frig zu bekommen.

 

Noch immer ist es regnerisch und bewölkt. Nur manchmal kommt die Sonnen durch. 


Tag 04  /  Robert Grove Marina  --  Crawl Cay  (12 sm)

Auch heute nur ein kurzer Schlag rüber zu Crawl Cay.

Dort liegt eine Segelyacht auf Grund. Wir setzen mit dem Dinghi über, um uns das aus der Nähe anzuschauen.

 

 

 

Nachmittags steigt die Windanzeige aus. Wir telefonieren mit Joan. Es ist wohl ein Wackelkontakt. Kein Grund, nochmals in die Marina zurück zu fahren.


Tag 05  /  Crawl Cay   --  South Long Cocoa Cays  (15 sm)

 

 

Die Sonne lässt sich häufiger blicken und auch der Wind kommt langsam, heute mit N 4/5. 

Morgens gehen wir an Land. Crawl Cay ist privat, aber der Bauarbeiter aus Guatemala erlaubt uns eine Besichtigung. Er ist sogar so nett und holt uns Kokonüsse vom Baum!

 

Bei N4-5 läuft unsere "Gin Gembre" über 8 kn. 

 

Die Tiefe müssen wir in diesem Revier laufend checken. Aber so langsam wird es uns vertrauter.

 

Gegen 14 Uhr ankern wir vor der Westseite von S. Long Cocoa Cays und setzen anschließend mit dem Dinghi über. Vielleicht ist es erlaubt, den Inselhafen zu nutzen und es könnte auch eine Bar geben. Leider treffen wir nur einen Fischer und vier Hunde an. Ohne "permission" müssen wir wiede runter von der Insel.


Tag 06  /  South Long Cocoa Cays  --  Ranguana Cay  (22 sm)

 

 

Heute kommt echtes Karibik-feeling auf.

Die Sonne scheint, wir können - zumindest bis nachmittags - segeln.

 

Mittags ein Badestop an einer der zahllosen kleinen Inseln.

 

Und nur kurz nachdem ich die Handangel ausgelegt habe beißt eine Makrele!

Da wir uns abends auf Ranguana Cay zum Dinner angemeldet haben kommt unser Fang direkt ins Kühlfach.

 

Ranguana ist ein Traum. Also gibts gleich einen Drink an der Bar.

Nachdem die wenigen Tagesgäste weg sind haben wir und ein junges Paar die Insel für uns.

Lobster oder Fisch ist die Frage und danach folgt ein dramatisch schöner Sonnenuntergang. 


Tag 07  /  Ranguana Cay  --  Pelican Cay  (23 sm)

 

 

Ein großer Stein hat sich im Anker verklemmt, als wir ihn morgens aufholen. Also schnell ins Wasser springen und den Anker frei machen.

Dann machen wir uns auf den Weg bei W3-4.

Mittags ein Badestopp vor Moho Cay. Danach legen wir wieder die Angel aus und dieses Mal beißt ein kleiner Thunfisch zu. 

 

Für den Abend haben wir uns auf Hide Away Cay bei Dustin und Kim angemeldet zu Fisch und Lobster. Die beiden leben mit ihrer 12-jährigen Tochter auf dieser kleinen Insel, eine volle Bootsstunde vom Festland entfernt.

 

Vor dem Essen unternehmen wir mit dem Dinghi noch einen Schnorchelausflug.


Tag 08  /  Pelican Cay  --  Tobacco Cay  (23 sm)

 

Gutes Segelwetter, gegen zehn setzen wir Segel und laufen über den Inner Channel Richtung Carrie Bow Cay.

 

 

Dort gehen wir mittags vor Anker, um zu schnorcheln. Das ist wirklich toll, "superb snorkling" trifft es. Wir sehen viele auch große Fische.

 

Nachmittags angeln wir einen Barracuda, werfen ihn aber wieder ins Wasser, zu klein.

 

Abends genießen wir unseren selbstgefangengen Fisch - extrem lecker!


Tag 09  /  Tobacco Cay  --  North Long Cocoa Cay  (23 sm)

  

 

Morgens bläst es kräftig und beim Versuch zu reffen stellen wir fest, dass die Reffleine nicht am Vorliek angeschlagen ist. Nach 20 Minuten haben wir improvisiert und kurz darauf schläft der Wind leider ein.

 

Auf South Water Cay verbringen wir die Mittagszeit, schlendern über die Insel und nehmen einen Drink in der Bar.

Die Insel gehört dem Staat und wir müssen anderes als bisweilen auf privaten Inseln keinen Eintritt zahlen.

 

Auf dem Weg weiter nach North Long Cocoa Cay fangen wir noch zwei Makrelen. 

Zusammen mit Pasta und Napoli ein superleckeres Dinner an Bord.

 

Erstaunlich auch, mit welcher Geschwindigkeit unsere Rumvorräte schwinden.


Tag 10  /  North Long Coco Cay  --  Placencia (28 sm)

 

Einkaufen und Landgang in Placencia, Festland steht heute auf dem Programm.

 

Ein kräftige Ostwind bringt uns zunächst zu Hatched Cay, einer Insel für zahlungskräftige Touristen. Nachdem unser Anker fest ist landet ein Hubschrauber auf Hatched Cay.

Dann geht es bei weiterhin schönem Wind nach Placencia. Dort ankern wir vor dem Strand mit vielen anderen.

 

 

 

 

 

 

Dinner gibt es in der Barefoot Bar, die uns ein Feuerwehrmann beim Gang durch Placencia empfiehlt.

 

Als wir zu unserer Gin Gembre zurückkehren spricht uns ein Nachbarskipper an: eines der Boote hatte Probleme beim Ankern und unsere Helia geschrammt. 

 

 


Tag 11  /  Placencia  --  Ranguana Cay (18 sm)

 

 

Morgens setzen wir erst einmal zur "Argonis" über, deren Crew unsere Gin Gembre am Stb.-Bug geschrammt hat. Da wir beide denselben Vercharterer habenist die Sache schnell geklärt.

 

Dann gehen wir bei einem schönen NE 5 Richtung Pompion Cay. Als Wind und Welle zunehmen entscheiden wir uns um. Lieber noch einmal Ranguana Cay. Dort liegen wir geschützter in der Abdeckung.

 

Ein Sundowner an der Bar muss sein. Abends gibt es unseren Tagesfang, zwei kleine Thunfische delikat zubereitet mit Süßkartoffeln.


Tag 12  /  Ranguana Cay  --  Monkey Cay (25 sm)

 

Heftige Schauer mit kräftigem NE Wind ziehen morgens durch.

 

Beim Anker-auf-Manöver kommt eine alte Mooringleine samt Kette mit hoch - das hatte ich am Vortag beim Baden schon gesehen. Aber nach 20 Minuten ist der Anker frei und wir rauschen bei tollem Wind Richtung Monkey Cay.

Dort machen wir gegen Mittag auf der Position "No Name Point" fest. Die Bucht ist groß und wir haben sie für uns alleine, ein schöner Ort.

 

Nachmittags holt unser Guide uns mit seinem Boot ab. Wir machen eine Tour auf dem Monkey River und sehen Affen, viele exotische Vögel, ein Krikodil, Leguane und Fledermäuse.

Auch eine Wanderung durch den Regenwald gehört dazu.

 


Tag 13  /  Monkey Cay  --  Placencia, Robert Grove Marina (19 sm)

 

Letzter Segeltag heute. Auch heute eine kleine Anker-Challenge. Die Kette verkeilt sich.

Unter Butterfly segeln wir zum letzten Badestopp Colson Cay.

 

16 Uhr tanken wir und eine halbe Stunde später sind wir fest in der Marina.

Abends laufen wir in den Ort und lassen uns dort von Brenda einheimische Speisen wie Fisch in Kokossuppe und Kochbananen-Klöße servieren. Ein schöner sehr belizischer Abschluß.


Tag 14 ff.  /  Nabitunich, Abreise

 

Wir wollen gemeinsam noch ein paar Tage in den Bergen in Belize, nahe der Grenze zu Guatemala verbringen.

Also geht es nach der Bootsübergabe und dem Checkout mit dem Bus mit Umstieg in San Ignacio dorthin.

 

Die Busreise war schon ein Erlebnis für sich. Statt Klimaanlage offene Fenster und Türen, dazu laute Reggaemusik und gute Laune.

 

Wir haben eine tolle Unterkunft mit einem sehr freundlichen und weltoffenen Gastgeber und nutzen die Tage mit erlebnisreichen Ausflügen.

 

Dann trennen sich unsere Wege erst einmal. Für die einen geht es zurück nach Deutschland. Bernd und ich reisen weiter nach Guatemala, wollen uns v.a. Tikal anschauen und danach Yukatan.